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Gestatten ,
Museums-Eisenbahn Minden e.V.....
Dürfen wir uns
vorstellen ?
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Am 14.07.2002 gab sich Seine Exzellenz , der preußische König
Friedrich II. die Ehre und inspizierte samt Hofstaat die
Museums-Eisenbahn Minden und unternahm eine Fahrt zur Königlichen Mühle
Südhemmern. Seit diesem denkwürdigen Tag darf sich MEM "Erste königlich
privilegierte preußische Museums-Eisenbahn Minden" nennen. Eine
Auszeichnung, auf die alle Aktiven des Vereins ein wenig stolz sein dürfen.
Foto : Ingrid Schütte |
Zu Beginn der 1970er-Jahre
zeichnete sich das rasche Ende des Dampflokeinsatzes bei der Deutschen
Bundesbahn ab. Aufgrund des schnellen Strukturwandels und der Erfahrungen
der Vorjahre, in denen die DB
und andere Eisenbahnen wertvolle Zeugen der Eisenbahngeschichte rigoros
verschrotten ließen , mussten
Eisenbahnfreunde befürchten, dass schon in kurzer Zeit in Deutschland
keine Gelegenheit mehr bestehen
würde, alte Eisenbahn- und Fahrzeugtechnik im echten Betriebseinsatz zu erleben
oder wenigstens den
nachfolgenden Generationen anhand typischer Objekte die Verkehrstechnik und die
Lebens- und Reisekultur
vergangener Jahrzehnte zu demonstrieren.
Zu dieser Zeit
entstanden an verschiedenen Orte in der Bundesrepublik durch Zusammenschlüsse
engagierte Dampflokliebhaber und Eisenbahnfreunde die heutigen
Museums-Eisenbahnen. Einer dieser
Vereine bildete sich unter dem Namen "Dampfeisenbahn Weserbergland
e.V." auch im heimischen Raum.
Im Jahre 1972 begannen die ersten Fahrten mit einer eigenen Dampflok auf
verschiedenen Strecken im
Bereich Ostwestfalens. In kurzer Zeit kamen weitere Dampflokomotiven von
verschiedenen Werk- und
Zechenbahnen aus dem Ruhrgebiet sowie historischen Personenwagen hinzu und das
Fahrtenprogramm
wurde auf die Strecken der Wittlager Kreisbahn, der Mindener Kreisbahnen, der
Rinteln - Stadthagener
Eisenbahn und weiterer DB- und NE-Bahnen ausgedehnt.
Im Jahre 1977 bildeten die
aus dem Bereich Minden und Preußisch Oldendorf stammenden Eisenbahnfreunde
aus betrieblichen und organisatorischen Gründen einen eigenen Verein, der den
Namen "Museums-Eisenbahn
Minden e.V." erhielt und die Fortsetzung des Museumsbahnverkehrs auf
den Strecken von WKB und MKB
zum Ziele hatte.
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Auf Probefahrt :
MEM-Lok "7512 HANNOVER" mit dem neuen Buffetwagen "2950 Königsberg"
auf der Mindener Weserbrücke.
Foto : Manuel Ruschmeyer - 15.04.2000
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Schwerpunkte und Ziele sind
die Erhaltung und die betriebsfähige Aufarbeitung historischer Eisenbahn-
fahrzeuge, um den heutigen Generationen die Wege und Mittel der Erschließung des ländlichen
Raumes
abseits der Metropolen durch Klein- und Nebenbahnen am Ende des 19.Jahrhunderts in
anschaulicher Weise
zu demonstrieren.
Ging es in der Anfangszeit zunächst darum, erhaltenswerte
Dampflokomotiven und Wagen zu erwerben,
aufzuarbeiten und in Betrieb zu nehmen, entwickelte die Museums-Eisenbahn Minden
in der
Folgezeit ein richtungweisendes Gesamtkonzept, dass in dieser Form von immer mehr anderen ähnlichen
Museumsbahnen
nachgeahmt wird.
Zentrales Thema sind die
zahlreichen normalspurigen Klein- und Nebenbahnen privater (kommunaler) Träger
und der staatlichen Königlich Preußischen Eisenbahn-Verwaltung (KPEV), die seit
den 1890-Jahren die
verkehrsmäßige Erschließung der preußischen Provinzen Westfalen und Hannover bewirkten und
hier
maßgeblich die Förderung von Landwirtschaft, Handel und Industrie zum Ziele hatten.
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Mit Beharrlichkeit
und Zielstrebigkeit ist die Museums-Eisenbahn Minden auf diesem Weg
bereits ein großes Stück vorangekommen. So ist der bekannte "Preußenzug"
der MEM mit originalgetreu rekonstruierten Nebenbahnwagen der KPEV ein
Ergebnis dieser Arbeit. Es ist MEM zu verdanken, dass die beiden letzten
betriebsfähigen Exemplare der preußischen Dampflokgattungen T 11 und T
13 in Europa erhalten blieben.
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| In naher Zukunft werden
weitere Wagen als typische Vertreter ihrer Art den "Preußenzug"
komplettieren und so ein einzigartiges Ensemble auf deutschen Schienen
ergeben. Eingebunden ist dieses Konzept in die Museumslandschaft der
Stadt Minden, deren Schwerpunkt die Erinnerung an die jahrhundertelange
Tradition als preußische Festung und Garnison sowie als
Regierungssitz bildet. |
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Die normalspurigen Klein-
und Privatbahnen Norddeutschlands werden durch den Dampfzug in Preußisch
Oldendorf auf der Strecke der ehemaligen Wittlager Kreisbahn (heute VLO)
repräsentiert. Hier zieht eine dreiachsige Dampflok der früheren
Kleinbahn Ellrich-Zorge einen typischen Zug dieser Epoche, bestehend aus
Wagen verschiedener Herkunft. |
Darüber hinaus betrieb die
Museums-Eisenbahn Minden e.V. in den Jahren 1991 bis 2002 auch die Nebenbahn-
strecke Rahden - Uchte mit einem Uerdinger Schienenbus der Baureihe VT
98, wie er bis in die 1990er-Jahre
überall auf dem Streckennetz der DB zu
finden war und dort den Beinamen "Nebenbahnretter" trug.
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Alles dies wird von den
Vereinsmitgliedern in ausschließlich ehrenamtlicher Arbeit in ihrer
Freizeit durchgeführt. Eine Vielzahl helfender Hände wird ständig benötigt,
um Fahrzeuge aufzuarbeiten, in gutem Zustand zu erhalten, den Betrieb
durchzuführen, die Gebäude und Außenanlagen zu unterhalten und die
vielfältigen Verwaltungsaufgaben, die ein solcher Betrieb mit sich
bringt zu erledigen. |
| Entsprechend seiner
zeitlichen Möglichkeiten, Neigungen und Kenntnisse kann sich jeder
interessierte Eisenbahnfreund bei uns einbringen und mitarbeiten oder
durch passive Mitgliedschaft die Aufgaben und Ziele unterstützen. |
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Es besteht seit Jahren eine
Jugendgruppe, in der junge Eisenbahnfreunde alles erleben und erlernen können,
was ein Eisenbahnbetrieb erfordert. Einige von Ihnen sind über diesen Weg auch
beruflich zur Bahn gekommen.
Als Vereinszeitschrift, die
sich aber nicht nur mit internen Dingen befasst, sondern darüber hinaus auch
über
interessante Eisenbahnthemen und lokalhistorisch und verkehrspolitisch
bedeutende Ereignisse berichtet,
fungiert seit der Vereinsgründung in 1977 die Mindener Eisenbahn-Info (MEI), die
mittlerweile in der 156.
Auflage erschienen ist. Sie erscheint vier mal
jährlich und kann auch von jedermann im Abonnement
bezogen werden. Darüber
hinaus werden die noch nicht vergriffenen Hefte im "Kulturwagen" in unseren
Zügen verkauft. Das Einzelheft kostet 1,00 € , das Jahres-Abo 7.-€
(einschließlich Versand).
Die Redaktion liegt bei Ingrid und Werner Schütte .
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