Museums-Eisenbahn Minden

Eingetragener Verein - Mitglied im Verband Deutscher Museums- und Touristikbahnen
Fahrten auf den Mindener Kreisbahnen und auf der Wittlager Kreisbahn

 

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Die Strecken der Museums-Eisenbahn Minden

 

1 MKB-Strecke Minden - Kleinenbremen
2 MKB-Strecke Minden - Hille
3 VLO-Strecke Holzhausen-Heddinghausen - Pr.Oldendorf - Bohmte
4 DB-Strecke Rahden - Uchte (MEM-Betrieb 1991 - 2002)

 

Mindener Kreisbahnen

 

Die Mindener Kreisbahnen (MKB) wurden wie nahezu alle anderen Klein -und Privatbahnen im Deutschland des ausgehenden 19.Jahrhunderts projektiert und erbaut, um in den abseits der Staatseisenbahnlinien gelegenen Regionen der deutschen Provinzen und Länder der örtlichen Landwirtschaft, dem Kleingewerbe, der aufkommenden Industrie außerhalb der großen Ballungsräume und den Rohstoffindustrien (Kohle, Erze, Steine etc.) günstigere Transport -und Absatzbedingungen zu vermitteln . 

Rechts : Ansicht des früheren Bahnhofs Minden-Stadt im Jahre 1973 -    Foto : H.-J. Scharmacher

Dadurch konnten die Waren und Produkte schneller und billiger transportiert werden, was den Absatz deutlich steigerte und andererseits alle Waren und Güter, die in Stadt und Land benötigt wurden, wie Kohlen und Dünger, Industriewaren oder landwirtschaftliche Produkte billiger und bequemer bezogen werden.

Initiator und Erbauer der Mindener Kreisbahnen war der Kreis Minden unter finanzieller Beteiligung von Provinz und preußischem Staat entsprechend den Bestimmungen des preußischen Kleinbahngesetztes vom 28.Juli 1892.

Die DWK-Dieselloks aus  Lieferungen an Reichsmarine und Reichsluftwaffe bildeten über viele Jahre das Rückrad des Schienenverkehrs bei der MKB.

Am 04. Dezember 1898 war es soweit: die erste meterspurige Kleinbahnstrecke von Minden nach Uchte über Petershagen und Kreuzkrug wurde eröffnet (29 km). In den folgenden Jahren wurden die weiteren Schmalspurstrecken, die die Kreisstadt und zugleich Sitz der früheren preußischen Provinz Minden mit den Dörfern im nördlichen und westlichen Kreisgebiet verbanden, erbaut : am 01.März 1903 wurde der erste Abschnitt der Strecke nach Lübbecke von Minden-Oberstadt bis Eickhorst in Betrieb genommen, der Restabschnitt folgte am 01.Juli 1907 (29 km). Als dritte Strecke eröffnete die MKB am 01.August 1915 die Strecke von Kutenhausen (Abzweig von der Uchter Strecke) nach Wegholm. Diese Strecke (10 km) sollte ursprünglich bis nach Rahden im Nachbarkreis Lübbecke führen, endete aber an der Kreisgrenze in der unbedeutenden Bauernschaft Wegholm, da zwischenzeitlich die Preußische Staatsbahn die Nebenstrecke Rahden-Uchte-Nienburg eröffnet hatte.


Als letzte Strecke eröffnete die MKB im Jahre 1918, zum Ende des1.Weltkrieges die sogenannte "Erzbahn" von Minden nach Nammen zur dortigen Erzgrube, das Kohlebergwerk Meißen wurde ebenfalls angeschlossen. Erst 1921 wurde diese Strecke bis Kleinenbremen verlängert (Gesamtlänge 12 km). Die geplante Weiterführung der Strecke bis Rinteln kam nicht zustande. Übrigens war die Region nördlich des Weser -und Wiehengebirges im Kreis Minden bis Ende der Fünfziger Jahre das nördlichste deutsche Kohlerevier . Hätten Sie das gewusst ? Eine überaus interessante Internet-Seite über den Bergbau rund um die Porta Westfalica finden Sie unter : www.zeche-notthorn.de  .Zeitgleich mit diesen Strecken errichtete die MKB im Stadt -und Hafengebiet zahlreiche Fabrikanschlüsse, die z.T. bereits mit Normalspurgleis ausgestattet waren. Zur Zeit der größten Ausdehnung umfasste das MKB-Streckennetz rund 83 km.
Links : Das MKB-Bahnhofsgebäude Uchte auf einem Foto vom November 1968. Foto : H.-J. Scharmacher


Der kleine Bahnhof Heisterholz grenzte unmittelbar an das Werksgelände der Tonindustrie Heisterholz, die früher ein bedeutender Arbeitgeber war. Viele Arbeiter nutzten die Züge der MKB für die tägliche Fahrt zur Arbeit. Die kleine Station war mit einem Agenten besetzt und vermittelt den Anschlussverkehr an das Ziegelwerk. Foto : H-J. Scharmacher, April 1974

Ein seltenes Foto des Bahnhofs Königstor aus dem Sommer 1972, das zeigt, dass auch dieser Bahnhof über zwei Bahnsteiggleise verfügte. Links neben dem Gleis befand sich das Übergabegleis zur Stoffdruckerei Küster. Der Bierexpress bringt die Besucher der Freilichtbühne Nettelstedt zurück nach Minden. Foto : H-J. Scharmacher

Die ursprünglichen Schmalspurstrecken wurden seit Mitte der 1920er-Jahre nach und nach auf die Normalspur umgebaut, um das kostenintensive und zeitraubende Umladen aller Güter zu vermeiden. Als erste Strecke wurde die "Erzbahn" nach Kleinenbremen in ganzer Länge umgebaut. Die wichtigsten Anschließer im Bereich der Stadt Minden, in Meißen und Heisterholz waren bis Ende der zwanziger Jahre mittels einer dritten Schiene an das Normalspurnetz angeschlossen. Dies diente jedoch in erster Linie dem Güterverkehr, der Personenverkehr wurde weiterhin auf dem Schmalspurgleis abgewickelt. Die übrigen Strecken wurden erst in den Jahren 1949 - 1957 vollständig umgespurt.


Die drei letzten Triebwagen der MKB versammelt im Bw Minden-Stadt         Foto : H.-J. Scharmacher

Leider hat das Kleinbahnsterben auch die MKB nicht verschont. Schon recht früh stellt die MKB auf Omnibusverkehr um. Bereits 1959 endete auf der Wegholmer Strecke der Personenverkehr . Auf den übrigen Strecken wurde der Personenverkehr zwischen 1962 (Kleinenbremen) und 1974 (Hille und Petershagen) eingestellt. Bereits seit den zwanziger Jahren des 20.Jh setzte die MKB im Personenverkehr die ersten Triebwagen ein, das Ende des Dampfbetriebes erfolgt durch die rasche Anschaffung zahlreicher gebraucht erworbenen wie auch fabrikneuer Diesellokomotiven bis 1970. Leider ist von den MKB-Dampflokomotiven keine der Nachwelt erhalten geblieben, während von den Dieseltriebwagen-und Loks im In-und Ausland noch mehrere bis heute überlebt haben, wenn auch größtenteils nicht mehr in Betrieb.


Das Ende der Dampflokzeit der MKB : Lok 25 wartet auf die Verschrottung   Foto : Dr. Hans Lohmann


Der Lokschuppen von Wegholm heute , links der Radweg auf der alten MKB-Trasse

Auch der Abbau der Bahnlinien erfolgte bereits auf weiten Strecken in den siebziger Jahren . Zuerst wurde der Abschnitt nach Wegholm abgebaut und in einen Rad-und Wanderweg umgewandelt (1976) (übrigens ein heißer Tipp für eine wunderschöne Fahrradtour), es folgten der Streckenabschnitt Lübbecke- Hille Hafen (1972 stillgelegt) und Ende der Siebziger Jahre der Abschnitt Uchte - Kreuzkrug (1977) und wenige Jahre später der Rückbau bis Todtenhausen (1979). Das Netz der MKB umfasst somit seit fast 20 Jahren neben den Hafen -und Industrieanschlüssen in Minden nur noch die Strecken nach Kleinenbremen (diente über viele Jahre bis 2008 nur noch dem Sonderzugverkehr zum Besucherbergwerk), Todtenhausen (Betrieb Ende 1999 aus technischen Gründen eingestellt, 2003 stillgelegt) sowie nach Hille-Hafen.

Auf diesem Abschnitt wurde zwischen 1998 und 2001 Kraftwerkskohle zum Gemeinschaftskraftwerk nach Veltheim gefahren. In Hille vom Binnenschiff auf die Bahn umgeladen, transportierte die MKB werktäglich einen Ganzzug mit Importkohle über die DB-Strecke Minden-Löhne-Veltheim. Im August 2001 endete jedoch dieser Verkehr schon wieder. Seitdem beförderte die MKB die Kohle direkt vom Midgard-Hafen Nordenham zum Kraftwerk Veltheim. Auf dem Stammnetz verblieb nur noch der innerstädtische Anschlussverkehr sowie eine Übergabe zum Milag -Umschlagzentrum im Hiller Hafen. Den überwiegenden Teil des Umsatzes und der Gütertonnage fährt die MKB mit ihren neuen leistungsfähigen Diesellokomotiven auf den DB-Netz ein. Neben dem Kohleverkehr werden Chemiezüge vom Hamburger Hafen nach Liebenau sowie Müll aus den Niederlanden zur Aufbereitung ins sächsische Spreewitz befördert. Jedoch sind diese Verkehre nicht von Dauer. Zuerst fallen Ende 2003 die Müllzüge weg, danach im Dezember 2005 auch der Kohleverkehr Nordenham - Veltheim.

Zunehmend Sorge bereitete der Zustand der Mindener Weserbrücke, die seit Aufnahme des Betriebes die Verbindung zum Stammnetz links der Weser bildet. Altersbedingt war sie stark sanierungsbedürftig. Allerdings stellten die enormen Kosten eine ernsthafte Belastung für die Zukunft des Schienenverkehrs links der Weser dar. Die leeren öffentlichen Kassen vor allem der Kommunen ließen eine zeitnahe Sanierung fraglich erscheinen. Der Güterverkehr zum Hafen Hille wie auch der Museumsbahnverkehr von MEM stehen Ende des Jahres 2002 auf des Messers Schneide.

Links : Der letzte Personenzug der MKB am 30.09.1974 abfahrbereit im Bf. Minden-Stadt

Foto : H.-J. Scharmacher

 

Jedoch gelingt es dem Kreis Minden- Lübbecke und der Gemeinde Hille im Herbst 2003 die nicht durch Landeszuschüsse gedeckten Mittel für die Sanierung der Weserbrücke aufzubringen, so dass im Jahre 2004 mit der schrittweisen Rekonstruktion begonnen werden kann und die Zukunft des Bahnbetriebes gesichert erscheint. Zuerst werden in Herbst 2004 die östlichen Vorflutbrücken ersetzt, im Sommer 2005 erfolgt die Grundinstandsetzung der eigentlichen Weserquerung, so dass nunmehr der Verkehr für die nächsten Jahre gesichert ist. Weiterhin gelingt es der MKB den internen Verkehr der Firma Berentzen vom Produktionsstandort Hahlen zum neuen Auslieferungslager Stadthagen auf die Schiene zu holen. Zu diesem Zweck wird eine neues Anschlußgleis in Hahlen errichtet, das seit Herbst 2006 mehrmals täglich bedient wird und somit der Hiller Strecke eine neue Perspektive bietet. Im April 2008 wird auch der Güterverkehr von der Grube Nammen (Schotterverladung) wieder aufgenommen. 

Rechts : Die MKB heute : moderne leistungsstarke Dieselloks bilden den Lokomotivpark



Die MKB früher : Anschlussbedienung der Brauerei Feldschlößchen in Minden (MKB-V 9)  Foto : H.-J. Scharmacher
Möchten Sie gern mehr erfahren über die interessante und wechselvolle Geschichte der Mindener Kreisbahnen und ihrer Fahrzeuge ? Dann empfehlen wir Ihnen das Buch "Die Mindener Kreisbahnen" von Ingrid und Werner Schütte . Es erscheint demnächst in dritter Auflage im Verlag Uhle & Kleimann, Lübbecke.
Weitere Informationen zum aktuellen Betriebsgeschehen der Mindener Kreisbahnen finden Sie auch auf der Internet-Seite der MKB unter :
www.mkb.de

MKB-T 7 auf Sonderfahrt zur Brauereibesichtigung im November 1968. Wo gibt es das noch ?       Foto : H.-J. Scharmacher

Eine seltene Aufnahme von der Strecke nach Wegholm : Streckeninspektion mit der Motordraisine der MKB : Foto : H.J. Scharmacher.
Nachdem das Teilstück Minden=Oberstadt - Todtenhausen bereits zur Jahrtausendwende seinen letzten Verkehr verloren hat und aus technischen Gründen gesperrt wird, beginnt im Frühjahr 2010 der Abbau des letzten Abschnitts der einstigen Kleinbahnstrecke nach Uchte. Die gesetzlich vorgeschriebene Ausschreibung zur Übernahme blieb ohne Ergebnis, eine Reaktivierung scheidet mangels Verkehrsbedürfnis aus. Am 02.06.2010 ist der Rückbau bis auf wenige Restarbeiten beendet, das werthaltige Schienenmaterial zur Verschrottung per LKW abgefahren. Große Schwellenstapel an mehreren Stellen entlang der Strecke erinnern kurzfristig noch an die 112-jährige Geschichte der ersten Kleinbahnverbindung. Über die Nachnutzung der Trasse ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht entschieden.
Nur das nackte Schotterbett bleibt  nach dem Streckenabriss zunächst noch liegen. Die Kanalbrücke im Zuge der Uchter Strecke ist funktionslos geworden und nunmehr selbst eine Abrisskandidatin.

Wittlager Kreisbahn

 

Die ehemalige Wittlager Kreisbahn (WKB) entstand etwa zur gleichen Zeit wie die meisten deutschen Klein -und Privatbahnen, ebenso wie auch die benachbarten Mindener Kreisbahnen Ende der neunziger Jahre des 19.Jahrhundert.

Im Gegensatz zur MKB wurden das
WKB- Streckennetz in der Normalspur angelegt, was von  Anfang an den Wagenübergang auf die Strecken der Staatsbahn ermöglichte. Die Eröffnung der ersten WKB-Strecke von Holzhausen-Heddinghausen an der Staatsbahnstrecke Bünde-Rahden nach Bohmte, an der bedeutenden Hauptstrecke Ruhrgebiet - Bremen gelegen, erfolgte am 9.August 1900 (Länge 20 km). Die WKB feierte somit bereits ihren hundertsten Geburtstag .

 


Triebwagen T 3 der WKB wartet im Bf. Holzhausen-Heddinghausen auf Anschlussreisende
Foto : Werner Kohnen

Zweck des Bahnbaus war auch hier die Erschließung des landwirtschaftlich geprägten früheren Landkreises Wittlage in der preußischen Provinz Hannover sowie des Westteils des Kreises Lübbecke. Die Strecke verläuft westwärts immer an der Nordseite des Wiehengebirges von Holzhausen bis Bad Essen und schwenkt dann in nordwestliche Richtung bis Bohmte. Die Wittlager Kreisbahn entstand in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft. Ihre Eigentümer waren der preußische Staat, die preußische Provinz Hannover , die Anliegergemeinden sowie zahlreiche Privatpersonen und Unternehmer.

Links : das Bahnhofsgebäude Preuß.Oldendorf

Nachdem die Großherzoglich Oldenburgische Eisenbahn (GOE) eine Bahnlinie von Holdorf nach Damme errichtete, verlängerte die WKB kurz vor dem ersten Weltkrieg ihre Bahnlinie von Bohmte nach Damme (20 km) und stellte so den dritten Anschluss an die Staatsbahn her. So konnte neben den bisherigen Hauptgütern Kartoffeln, Schlachtvieh, Dünger und Landmaschinen nunmehr von der neu errichteten Moorzentrale Schwegermoor auch Torf in großen Mengen abgefahren werden. Die Streckenlänge war damit auf 40 km angewachsen.

Rechts : WKB-Güterzug mit DL 2 nach Bohmte im Bf. Rabber

 


Die WKB führte lange Jahren einen bedeutenden Personenverkehr zwischen Bohmte und Lübbecke. In den sechziger Jahren wurde auch der Personenverkehr der WKB auf Busverkehr umgestellt, zuerst 1962 zwischen Damme und Hunteburg, 1966 auch auf dem Reststück. Es verblieben noch einige Jahre Schülerzüge auf der Stammstrecke . Seit 1971 ist der planmäßige Personenverkehr beendet.

 

 

Links : der Bahnhof Rabber 2003

Außer dem Triebwagen T 3 ist keiner der ehemaligen WKB-Triebwagen in Deutschland erhalten geblieben. Das nebenstehende Foto von Hans-Joachim Scharmacher zeigt den bereits abgestellten T 1 der WKB im Bf Preuß. Oldendorf kurz vor dessen Zerlegung im Jahre 1973.

 

 

Der Güterverkehr zwischen Damme und Schwegermoor endete ein Jahr später. Die Strecke wurde sofort danach abgebaut. Seit 1963 endet das WKB-Streckennetz in Schwegermoor. Die Museums-Eisenbahn Minden befuhr seit ihrer Gründung 1977 stets das gesamte Streckennetz von Holzhausen-Heddinghausen bis Schwegermoor . Der jetzige Eigentümer der Bahn , die "Verkehrsgesellschaft des Landkreises Osnabrück" (VLO) hat leider mit Ablauf des Jahres 1999 wegen des schlechten Gleiszustandes den Streckenabschnitt Bohmte - Schwegermoor für den Dampfzugverkehr der MEM gesperrt, so dass am 02.01.2000 hier der letzte Personenzug verkehrte.


WKB-Lok DL 1 abfahrbereit mit dem nachmittäglichen Güterzug nach Bohmte im Bf. Preußisch Oldendorf

Auch der Streckenabschnitt zwischen Preußisch Oldendorf und Holzhausen=Heddinghausen ist derzeit aus technischen Gründen gesperrt, so dass die MEM-Dampfzüge nunmehr nur zwischen Preußisch Oldendorf und Bohmte verkehren können. Leider gibt es derzeit keine berechtigten Hoffnungen, dass bald wieder Züge zwischen Preußisch Oldendorf und Holzhausen=Heddinghausen verkehren können. Das Streckenstück würde wegen fehlenden Güterverkehrs ausschließlich dem Touristikverkehr der MEM dienen, die aber die Aufarbeitung und Unterhaltung dieses Abschnitts nicht tragen kann. Die Zukunft der gesamten Strecke hängt allein davon ab, dass es gelingt, wieder ausreichend starken Güterverkehr auf die Schiene zu bringen. Dies ist aber lediglich für den Abschnitt Bohmte=Ost – Wittlage Anschluss gesichert. Ein seit 2004 neu entstandenes Anschlussgleis in ein Industriegebiet in der Ortslage Wittlage bescherte der VLO eine enorme Ausweitung des Schienengüterverkehrs . Geänderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen sowie der Wille, die ökologischen und ökonomischen Vorteile des Schienenverkehrs zu nutzen, führen bei der VLO in den Jahren ab 2005 zu  einem stetigen und bemerkenswerten Zuwachs in der Tonnage, so dass im Jahre 2007 die Anschaffung einer leistungsfähigen Diesellok für den Güterverkehr erforderlich wird. 
Um den Torfverkehr, Düngemittelverkehr sowie die Holzverladung zu optimieren sowie zusätzliche Abstellgleise zu gewinnen, erwirbt die VLO in 2007 von der DB die Rangiergleise sowie die Ladestrasse im Bahnhof Bohmte und verlegt neue Gleise.

Übrigens ist im August 2000 anlässlich des 100-jährigen Bestehens der WKB im Verlag Uhle & Kleimann, Lübbecke, eine Neuauflage des seit vielen Jahren vergriffenen Buches "Die Wittlager Kreisbahn" erschienen. Hierin wird die ganze Geschichte der WKB bis zum heutigen Tage interessant und ausführlich geschildert. 
Link zur Verkehrsgesellschaft Landkreis Osnabrück (VLO).

Das Foto links zeigt den Endpunkt Schwegermoor in seinem heutigen Zustand


VLO-Betriebsmittelpunkt Bohmte-Ost heute
Auch für den lange bereits ruhenden Verkehr auf dem Streckenabschnitt zwischen Holzhausen- Heddinghausen DB und Preuß.Oldendorf gibt es ab 2009 wieder neue Hoffnung, nachdem sich die Stadt Preußisch Oldendorf erfolgreich in einem landesweiten Förderwettbewerb "Ab in die Mitte" mit dem Projekt der Reaktivierung dieser klassischen inner- gemeindlichen Schienenverbindung durchsetzen konnte. Das vorgestellte Projekt strebt langfristig  die Wiederbelebung dieses Streckenabschnitts an, fördert die politische und bürgerschaftliche Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten des Schienenverkehrs und soll zuerst die endgültige Still- legung und den Abriss verhindern. Als erster wichtiger Baustein gelingt es dem Streckenbetreiber VLO,  im Bahnhof Holzhausen-Heddinghausen die lange gesperrte Einführungsweiche in das VLO-Streckengleis durch die DB  im Oktober 2008 erneuern zu lassen.

 

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